Baingan Tamatar – Pakistanisches Auberginencurry

Dieses Rezept stammt aus meinem zweiten Buch „Vegan Queens“ (Edel Books, 2016) und ist Teil des „Refugees Welcome“ Menüs.

Im Frühjahr 2015 habe ich erstmals ein Dinner veranstaltet bei dem der Reinerlös Flüchtlingshilfe-Organisationen (damals ProAsyl) zugute kam. Ich wollte zeigen, dass jede/r im Rahmen seiner Möglichkeiten Menschen helfen kann, die vor Not und Verfolgung fliehen. Über die letzten Jahre wurden daraus unzählige Charity-Dinner und auch bei allen anderen Events und Kochkursen gingen mindestens 5 € pro Teilnehmer an gute Zwecke.

Zusätzlich sammelten meine Bürokollegen der Kreuzberger Blogfabrik und ich im Rahmen unseres Hilfsprojekts #helpdonthate in den Jahren 2015 und 2016  über 28.000 €.

Für die Seenothilfe-Organisation Jugend Rettet e.V. habe ich letztes Jahr zwei Dinner veranstaltet, dabei kamen 1600 € zusammen. Zudem habe ich einige Team Events für Jugend Rettet ehrenamtliche mit Catering versorgt.

All dies teile ich nicht mit euch um zu zeigen „Kuckt, ich bin so ein guter Mensch“ sondern weil es mir ein Anliegen ist zu vermitteln, dass man ehrenamtliche Arbeit bei seiner Tätigkeit immer mitdenken sollte, sich seines Privilegs bewusst sein und denen abzugeben, die es dringend benötigen.

Kochen verbindet und für das Menü wählte ich traditionelle Gerichte aus den Ländern aus denen laut Statistik die meisten Geflüchteten stammten.

Die Küche Pakistans ist eng mit der nordindischen Küche verwandt.

Ein elementarer Bestandteil beider Küchen sind die aromatischen Gewürzmischungen, die Masalas.

Am Bekanntesten ist Garam Masala, das auch in diesem leckeren Auberginencurry zum Einsatz kommt.

Übersetzt bedeutet der Name heiße Gewürzmischung, was nahelegt, dass es sich um eine besonders scharfe Zutat handelt. Vor allem weil hot auf englisch auch „scharf“ bedeutet. Dem ist aber nicht so.

Nach klassischer Rezeptur enthält Garam Masala kein einziges Körnchen Chili.

Dafür aber Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander, Fenchelsamen und Kardamom, die laut der Ayurveda-Lehre wärmend auf den menschlichen Organismus wirken.

Viel Spaß beim Nachkochen! 

Baingan Tamatar – Pakistanisches Auberginencurry

40 Minuten/ 4 Personen

Pakistanisches Auberginencurry

  • 2 große Fleischtomaten
  • 3 Auberginen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 4 EL Rapsöl (mit Buttergeschmack)
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • ½ TL gemahlener Kurkuma
  • ¼ TL Chilipulver
  • ½ TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • Salz
  • Sesamkörner zur Dekoration

Zubereitung

Die Tomaten und die Auberginen waschen und beides in gleich große Würfel schneiden.

Die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen (geht super mit einem Teelöffel) und fein würfeln.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch und Ingwer hinein geben und anziehen lassen.

Nach 2 Minuten alle anderen Gewürze dazu schmeißen und sofort gut vermischen.

Die Tomatenwürfel hinzufügen und die Mischung solange auf mittlerer Temperatur kochen lassen, bis diese fast ganz zerfallen sind.

Nun die Auberginen zugeben und fleißig umrühren.

Einen Deckel auf dem Topf geben. Durch den sich bildenden Dampf wird das Gemüse gar gekocht.

20 bis 30 Minuten auf niedriger Temperatur köcheln lassen.

Nach der Hälfte der Kochzeit überprüfen, ob noch genug Flüssigkeit im Topf ist, eventuell etwas Wasser nachgießen. Sonst schön geschlossen halten.

Das fertige Curry nach Bedarf salzen.

Mit Sesamkörnern bestreuen und nach Belieben mit Fladenbrot, Reis, Kartoffeln oder frischem Salat servieren.

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