Offener Brief an die Deutsche Bahn

Liebe Leser*innen: Wenn ihr mit mir gemeinsam diese Initiative unterstützen wollt, schreibt der Bahn doch eine Nachricht  über das Online-Formular oder teilt meinen Instagram-Post zum Thema, gerne mit dem Hashtag #bahnvegan

Und fragt bei eurer nächsten Bahnfahrt proaktiv nach einer pflanzlichen Milchalternative und einem Mehrwegbecher. Wir sind Viele!

Sehr geehrte Deutsche Bahn AG,

Ich wende mich heute an Sie mit einem Anliegen, das ich mit vielen Menschen teile, die ich zu ihrer potentiellen Kund*innenschaft rechne.

Menschen, die die Deutsche Bahn als Fortbewegungsmittel bewusst wählen, weil sie aus Überzeugung einen nachhaltigen Lebensstil pflegen. In allen Lebensbereichen. Ein Aspekt ist es sich innerhalb Deutschlands und Europas gegen Flugreisen und für Bahnfahrten zu entscheiden obwohl dies immer noch eine finanziell höhere Belastung bedeutet.

Wir kaufen die Bahncard und machen als Influencer*innen proaktiv Werbung für ihr Unternehmen.

Wir haben viele sogenannte Follower*innen, die sich von unserem Streben nach einer nachhaltigeren Lebensweise inspirieren lassen und es uns gleich tun.

Wir schätzen das Angebot der Bahn und machen das sehr gerne, doch heute wenden wir uns mit einer Bitte an Sie:

Viele von uns versuchen nicht nur weniger Flugreisen zu buchen, sondern auch bewusster zu konsumieren, dazu gehört eine drastische Reduktion tierischer Produkte, oft eine vegane Lebensweise.

Mit Freude haben wir registriert, dass es im Bordbistro mittlerweile auch einige vegane Optionen gibt, doch leider konnten wir bisher keine pflanzliche Milchalternative zu unserem Kaffee bekommen.

Ich persönlich frage jedes Mal nach und bekomme leider neben verständnislosen Blicken nur die Auskunft, dass dafür zu wenig Nachfrage bestünde.

Diese Aussagen haben wir mit unserer Community geteilt und sind zu dem Schluss gekommen, dass viele Menschen, die keine Kuhmilch trinken einfach resignieren und nicht mehr nachfragen.

Nicht aber dass die Nachfrage grundsätzlich nicht besteht.

Neben den Menschen, die aus ethischen und ökologischen Gründen auf tierische Produkte verzichten, gibt es auch jene, die schlichtweg laktoseintolerant sind. Auch für sie gibt es keine Optionen.

In Zeiten in denen wir in Deutschland einen absurden Kälber-Überschuss aufgrund von Milch-Überproduktion haben und der Preis für ein männliches Kälbchen niedriger ist als für einen Kanarienvogel fänden wir es großartig wenn die Deutsche Bahn, die ja laut unseres Erachtens für Nachhaltigkeit und Innovation steht, diesen Weg gehen und pflanzliche Alternativen ins Angebot nehmen würde.

Zudem finden wir es großartig, dass in der ersten Klasse bereits Heißgetränke in wiederverwendbaren Tassen verfügbar ist, fragen uns aber wieso dieses Angebot für die zweite Klasse nur in Einwegbechern verfügbar ist?

In Deutschland landen pro Stunde (!) 320.000 To-Go Becher im Müll, das sind 2,8 Milliarden im Jahr.

Das Unternehmen Bahn könnte hier einen großartigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, etwa durch Integration eines Pfandsystems.

Zwar bieten Sie im Bordbistro einen Rabatt für Gäste mit selbst mitgebrachtem Becher mit, nur ist dieses Angebot so versteckt, dass die Meisten davon noch gar nicht mitbekommen haben.

Werden Sie proaktiv nach umweltfreundlicher und tragen Sie mit ihrer Unternehmenspolitik zum Wandel bei!

Wir unterstützen Sie gerne beratend auf diesem Wege, teilen die Ergebnisse und freuen uns über Feedback.

Mit freundlichen Grüßen,

Sophia Hoffmann

 

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